Rekord-Gehälter: IOC-Direktoren kassieren mehr Geld als sämtliche Olympiasieger und olympische Fachverbände
Lesen Sie die Zahlen der Olympiade 2021–2024: Mehr als 55 Millionen Dollar wurden den Direktoren des IOC gezahlt – viel mehr als die olympischen Verbände der obersten Kategorie (World Athletics & Co) vom IOC erhalten. Die Gesamtsumme ist deutlich höher, denn einige Gehälter werden verschwiegen.
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Lassen Sie uns also über Geld reden: Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) in den USA seine Steuererklärung gemacht hat, um dort weiterhin in den Genuss diverser Steuervergünstigungen zu kommen, lässt sich die Entwicklung der Gehälter für die wichtigsten IOC-Mitarbeiter im abgelaufenen Olympiazyklus einigermaßen verlässlich dokumentieren.
Ich habe Ihnen die Zahlungen an die IOC-Direktoren in Tabellenform aufbereitet und werde bei dieser Gelegenheit gleich noch eine Übersicht zu einigen personellen Rochaden auf Vorstandsebene geben, seit Präsidentin Kirsty Coventry die Macht von ihrem Protektor Thomas Bach übernommen hat.
Im Vergleich zu den Hochrechnungen auf Basis der Daten der vergangenen Jahre kommen im Zyklus 2021 – 2024 doch einige Millionen mehr für die Führungskräfte auf Direktorenebene zusammen. An rund zwei Dutzend Personen wurden nicht nur 50 Millionen US-Dollar gezahlt, wie prognostiziert, sondern mehr als 55 Millionen. Wahrscheinlich sogar rund 65 Millionen Dollar.
Spitzenreiter ist Generaldirektor Christophe De Kepper mit insgesamt 6,3 Millionen Dollar, die in der US-Steuererklärung auftauchen.
Jede Person im Direktoren-Rang ist – hochgerechnet auf einen gesamten Olympiazyklus – Einkommensmillionär.
Die meisten erhalten mehrere Millionen. Einen Salary Cap gibt es nicht im IOC. Unter dem Präsidenten Thomas Bach sind die Gehälter explodiert und haben sich in einigen Fällen vervielfacht.
- Damit erhalten die wenigen IOC-Direktoren in einer Olympiade viel mehr Geld, als jene olympischen Fachverbände (IF), die unter Sommer- und Winterverbänden in den höchsten Kategorien eingeordnet sind.
Grob gesagt, auch wenn die Verteilungsprinzipien unterschiedlich sind, gingen in der Olympiade 2021 – 2024 jeweils rund 40 Millionen Dollar an World Athletics, World Aquatics, World Gymnastics (formerly known as FIG), die International Ski and Snowboard Federation (FIS), die International Skating Union (ISU) und die International Ice Hockey Federation (IIHF). In den untersten Kategorien erhielten olympische IF nur zwischen 13-15 Millionen Dollar. Manche, die eine Gastrolle bei Olympia spielten (Tokyo 202one), erhielten gar keine Tantiemen.
Müßig zu erwähnen, dass es keine direkten Ausschüttungen an Sportler gibt.
Die dokumentierten 55 Millionen Dollar sind nicht alles. Tatsächlich ist es deutlich mehr: Geschätzt 65 Millionen Dollar, wenn man berücksichtigt, dass die Daten für einige hoch bezahlte Personen aus dem IOC-Firmenkonstrukt gar nicht in der US-Steuererklärung auftauchen: