Friends of Micky: das dubiose Treiben der sogenannten Findungskommission
Bestimmte Kreise wollen den Lobbyisten Michael Micky Mronz zum DOSB-Präsidenten machen und eine echte Wahl verhindern. Um Bayern zu befrieden und zugleich die Phalanx für Martin Engelhardt aufzubrechen, soll ein weiterer Lobbyist Vizepräsident werden: der unvermeidliche CSU-Mann Stephan Mayer (MdB).
"Das ist im Weglassen aller anderen Überlegungen und Kandidaten*innen kein Vorgehen, das mit meinen gelebten Werten 'Freiheit' und 'Verantwortung' zusammen geht."
Ein Präsident eines deutschen olympischen Sportverbandes
Was all die transparenzallergischen Wichtigtuer und Vielfachfunktionäre im deutschen Sport derzeit treiben, um Martin Engelhardt als DOSB-Präsidenten zu verhindern und ihren Lobbyisten-Liebling Michael Micky Mronz ins Amt zu hieven, gehört zu den schmutzigsten Kapiteln in der Geschichte des DOSB. Dazu werde ich Ihnen in den nächsten Wochen exklusive Hintergründe und Dokumente präsentieren. Diese sogenannte Findungskommission, die rein rechtlich gesehen ein Nichts ist und über keinerlei satzungsgemäße Funktionen verfügt, wird von Figuren dominiert, die höchst fragwürdig agieren. Wir sind ja alle nicht blöd, und deshalb lassen Sie mich es so formulieren, was hier läuft:
Das ultimative Ziel dieser Leute ist es, auf der Mitgliederversammlung am 5. Dezember in Frankfurt am Main eine echte Wahl zu verhindern.
In irgendwelchen komischen Gremiensitzungen der nächsten Tage und Wochen soll Demokratie ausgehebelt und der Wahltermin zur Farce gemacht werden.
Nicht nur Martin Engelhardt soll verhindert werden, auch Jörg Flechtner, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), den die ARGE Wintersport als Kandidaten für das Amt eines DOSB-Vizepräsidenten erkoren hat.
Was von der Findungskommission zuletzt kommuniziert wurde (das winzige bisschen nach außen und das bisschen nach innen), ist skandalös und irgendwie unseriös. So würde ich auch das jüngste Schreiben dieses merkwürdigen Gremiums ohne jedwede Befugnisse beschreiben, dass Sie heute lesen dürfen, in dem die Namen Engelhardt, Flechtner & Co. nicht genannt werden – nicht einmal das! –, stattdessen nur die Kandidaten dieser obskuren Kommission promotet werden.
Dazu zählt – surprise, surprise – der unvermeidliche Sportlobbyist aus dem Bundestag, Stephan Mayer (CSU). Darf man den schon als Skandalnudel bezeichnen? Eingeweihte wissen: Wenn dieser Name auftaucht, wird es besonders intransparent, merkwürdig, ominös … wie soll man sagen? Erinnern Sie sich noch daran, dass Mayer einst DOSB-Präsident werden wollte, als er noch Parlamentarischer Staatssekretär im BMI war, kurz bevor er für wenige Tage CSU-Generalsekretär war, jedenfalls: Mayer wurde 2021 als DOSB-Vizepräsident gewählt (nun ja), um kurz darauf von dieser nie angetretenen Funktion zurückzutreten.
Verwirrend? Nö: Stephan Mayer eben.