Widerstand gegen einen DOSB-Präsidenten Micky Mronz wächst
Binnen einer Woche kassierte Michael Mronz eine zweite krachende Niederlage: Erst wurde München Deutschlands Olympiakandidat, dann vereitelten DOSB-Stakeholder den Plan, Mronz als alleinigen Präsidentschaftskandidaten auszurufen. Micky ist schwer angeschlagen – und hat zwei Herausforderer.
Einige von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, liebe Abonnenten, werden gewiss mal gehört haben, worin die Hauptaufgaben von Journalismus bestehen. Jedenfalls nicht darin, Teil einer Medienallianz des DOSB zu sein, sondern zum Beispiel darin: öffentlich machen, was bestimmte Kreise nicht veröffentlicht haben wollen. Voilà, zur Feier des Tages, zum Tag der Deutschen Einheit, ein Dokument, das die Zerrissenheit (und auch ein wenig die Verkommenheit) des deutschen Verbandssports dokumentiert.
Dieses zehnseitige Papier – der "Bericht der Findungskommission zur Vorbereitung der DOSB-Präsidiumswahlen 2026" – war von bestimmten Kreisen (Super-Ingo et al.) so angelegt worden, um damit den IOC-Lobbyisten und Geschäftemacher Michael Kersten Micky Mronz zum Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes zu machen. Vieles davon haben Sie hier gewohnt zuverlässig erfahren. Dieser Versuch ist aber, vorerst, kläglich gescheitert.