Falschaussagen von DOSB und Bundesregierung zur Olympiafinanzierung
Im sogenannten "Ergebnisbericht der Arbeitsgruppe Kosten und Finanzierung", in dem keine einzige Zahl auftaucht, täuscht der DOSB die Öffentlichkeit und das Parlament erneut. Sekundiert wird die Sport-Dachorganisation dabei von der Sportabteilung des Bundeskanzleramts.
Die Hütchenspielertricks des DOSB, Teil 2, ein weiterer Münchhausen-Test – nur für Abonnenten.
Erinnern wir uns, es sollte die billigste deutsche Olympiabewerbung werden – es ist schon jetzt die mit gewaltigem Abstand teuerste deutsche Olympiabewerbung aller Zeiten. Verantwortlich dafür ist allein der DOSB, der im Herbst 2024 unter Berufung auf angebliche Erkenntnisse von Präsident Thomas Weikert (SPD) und IOC- und NRW-Lobbyist Michael Micky Mronz (FDP), nicht belegte vermeintliche Forderungen des IOC, die Geschäftsbedingungen so änderte, dass aus einer Bewerbung Deutschlands vier regionale Bewerbungen wurden. Die Parameter dieses absurden Prozesses wurden von den Transparenzallergikern nie professionell-verbindlich festgelegt, ändern sich seither mitunter binnen weniger Wochen, nahezu bis zum letzten Tag, der Abstimmung durch einen kleinen Teil der DOSB-Mitgliedschaft auf unklar-dubioser Grundlage.
Mehr als 60 Millionen Euro aus Steuermitteln wurden bisher verbrannt mit umfangreichen Freibriefen für weitere Tranchen. Einiges davon hat der DOSB mit seinem amateurhaft besetzten und völlig überforderten Ressort Olympiabewerbung selbst verbrannt, wofür genau, das wollen weder der DOSB noch der Geldgeber aus dem Bund öffentlich machen.
Mit Hamburg und nun Berlin haben sich jene beiden Kandidaten verabschiedet, die für ihre Bewerbungen die vergleichsweise transparentesten Dokumente vorgelegt haben. Die Planung für Hamburgs Bewerbung, mit Vorlage in der Bürgerschaft, war vergleichsweise vorbildlich – aber eben nur im Vergleich zu den anderen. Berlin zog erst viele Monate später mit einer Senatsvorlage nach, die wenigstens ansatzweise Klarheit über die Bewerbungskosten schuf.