Warten bis zum Deadline Day: Nadine Keßlers Transfer von der UEFA in die Bundesregierung

Wird noch über die Transfersumme verhandelt? Meldungen über die Verpflichtung der UEFA-Direktorin Keßler als Staatsministerin im Bundeskanzleramt wollte Friedrich Merz nicht bestätigen. Die abberufene Christiane Schenderlein wird, erneut fachfremd, Staatssekretärin im Gesundheitsministerium.

Warten bis zum Deadline Day: Nadine Keßlers Transfer von der UEFA in die Bundesregierung

Das Straucheln von Friedrich Merz beim Umbau des Bundeskabinetts hat geradezu historische Dimensionen. Historisch lächerlich wohlgemerkt. Als Merz heute Mittag in Berlin weitere Mosaiksteinchen seines Personalkarussells vorstellte, blieb doch noch eine Frage offen: Wer folgt denn nun Christiane Schenderlein als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt?

Nachdem im politischen Berlin seit Freitag das Gerücht umher wabert, es solle wieder eine Frau werden, diesmal eine Sportlerin, bleibt der Posten noch auf unbestimmte Zeit verwaist. "Ich werde schließlich die Neubesetzung für das Amt des Staatsministers für Sport und Ehrenamt zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben", formulierte Merz.

Er sagte tatsächlich: Staatsminister, nicht Staatsministerin.

Auf Nachfrage wurde es nicht besser: "wir werden zeitnah besetzen", "es gibt keine Eile bei der Besetzung" und "ich werde sie zügig besetzen". Dann doch wieder sie. Es schien eher kein Hinweis auf das Geschlecht der Person, die er sich diesmal ausgedacht hat oder die ihm von Beratern angetragen wurde, sollte der Kanzler Berater haben und auf diese hören. Den Eindruck hat man ja immer weniger.

Meinte Kommunikationsgroßmeister Merz also die Person oder die Stelle?