Münchens Bewerbung, Micky Mronz und die DOSB-Präsidentschaft: wie weiter?
Die bayerische Landeshauptstadt ist nach einem insgesamt hanebüchen-intransparenten Prozess Deutschlands Kandidat. München hat nur dann eine Chance, wenn es sich vom DOSB, von Lobbyisten wie Mronz und anderen politischen Möchtegernen emanzipiert. Über die Quadratur des Kreises (I).
91:50 also für München gegen irgendwas in NRW. Was für eine gigantische Ohrfeige für all die olympischen Möchtegern-Experten wie den IOC-Lobbyisten Michael Kersten Micky Mronz, Schröders ehemaligen Kofferträger Torsten Burmester, die vermeintlichen LSB-Strategen Christoph Niessen und Stefan Klett und den Mastermind in der Staatskanzlei in NRW, Bernhard Schwank, der in verschiedenen Funktionen zum sechsten Mal mit dem Versuch einer Olympiabewerbung kolossal scheiterte (2012, 2018, 2022, 2024, 2032, 2036 ff).
Schwank kann sich mit diesem Rekord für die Ewigkeit in den Ruhestand verabschieden. Wenn man bedenkt, mit welchen Summen und Versprechungen seine NRW-Truppe (die nur mit der Hilfe Berlins und des Bundes in der Lage gewesen ist, 2025 die Universiade auszurichten) agieren konnte, um die Stimmen der olympischen Fachverbände zu akquirieren. Was man da so hört, du meine Güte. Ein großes Kunststück, das dennoch zu vergeigen. Schwank blieb sich treu.
Was für eine gigantische Ohrfeige für DOSB-Präsident Thomas Weikert, für fast das gesamte Präsidium und für Weikerts Liebling Stephan Brause, der in einem hanebüchenen schändlichen Prozess alles versucht hat, den Wahlverlierer mit absurden Höchstnoten in eine bessere Position zu treiben.
Zeit für klare Worte. Ungeschminkt.
Ist auch deshalb wichtig, weil die Medienallianz des DOSB allerhand Nonsens durchs Land bläst. Die irrste verbale Entgleisung, die mir heute untergekommen ist: In der FAZ beschreibt Anno Hecker Micky Mronz als vermeintlichen Helden. Diese Darstellung könnte falscher nicht sein:
"Mronz, der Rheinländer, der Initiator der ersten, 2021 gescheiterten, Rhein-Ruhr Kampagne, der Manager des international berühmten Reitsportfestivals in Aachen, machte München möglich. Was allen den Wind aus den Segeln nimmt, die den Anschein einer Befangenheit vor der Wahl in Baden-Baden sahen."
Das ist geradezu eine Fälschung, das ist Geschichtsklitterung.
Wenn das Markus Söder lesen sollte 😂
Micky ist der Inbegriff eines Interessenkonflikts, NRW-IOC-DOSB-uws-usf, seine Reiterprojekte in Aachen wurden mit vielen Millionen aus verschiedenen Steuerströmen subventioniert. In der aktuellen Version des sogenannten Interessenregisters des DOSB sind seine vielfältigen Lebens- und Geschäftssachverhalte immer noch nicht korrekt und vollständig aufgeführt, wurden sie nie:

Meine Belege? Ich dokumentiere das seit vielen Jahren. Lesen Sie sich ein.
Ich will Sie nicht zu sehr verunsichern, da ich weiß, dass es viele Sportfunktionäre nicht so sehr mit Fakten haben. Nur ein kleiner Hinweis deshalb, im DOSB-Register ist von "entgeltlichen Tätigkeiten" die Rede und von "Kontrollpositionen in wirtschaftsorientierten Unternehmen (d.h. Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstands, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder sonstigen Gremiums)". Nun vergleichen Sie die Angaben im DOSB-Pamphlet mal mir der Realität, zumindest mit einem kleinen Ausschnitt der Realität, wie gesagt, ich will die Leserschaft nicht zu sehr verunsichern mit allen Fakten und Verbindungen: